Riverbed kündigt die Version 4.0 von RiOS an, dem Riverbed Optimization System für Steelhead Appliances. RiOS 4.0 ermöglicht die Beschleunigung von SSL-Datenverkehr, bietet neue Verbesserungen für HTTP-Verkehr und erweitert die Möglichkeiten von Steelhead Appliances, sodass eine Beschleunigung des Datenverkehrs in WAN-Verbindungen mit hoher Bandbreite und hoher Latenz möglich ist, selbst für den Fall, dass eine große Anzahl von Paketen verloren geht.
Dank dieser neuen Funktionalitäten kann Riverbed seine Rolle als Marktführer im Bereich WDS weiter ausbauen. Alle Steelhead Appliances können auf RiOS aktualisiert werden, um die Vorteile dieser neuartigen Funktionalität ebenfalls nutzen zu können.
Neue wichtige Produktmerkmale in RiOS 4.0
Sicherheitsverbesserungen
Verbesserte Netzwerkintegration
Verbesserte Verwaltung und Berichterstellung
Unterstützung für SSL-Datenverkehr
Steelhead Appliances beschleunigen jetzt auch verschlüsselten (SSL-) Datenverkehr. Sie nutzen die Algorithmen von Riverbed, um für die Hauptgeschäftsanwendungen eine LAN-ähnliche Performance zu errreichen. Bisher konnten die Performance bzw. die Reaktionszeiten von SSL-WAN-Verkehr lediglich verbessert werden, indem der Datenverkehr mithilfe von Application Front End (AFE) oder anderen „SSL-Auslagerungsprodukten“ ausgelagert wurde. Dieser Lösungen sind zwar geeignet, um Bereitstellungen von SSL-Anwendungen zu skalieren, sie ermöglichen jedoch keine Beschleunigung, die vergleichbar wäre mit der enormen Beschleunigung, die Nutzer von Riverbed mit ihren unverschlüsselten Anwendungen genießen können.
Riverbed ist das erste Unternehmen, das eine echte SSL-Beschleunigung (keine SSL-Auslagerung) anbietet, für die keine Verteilung von Zertifikaten oder privaten Schlüsseln an den „Rand“ des Netzwerks erforderlich ist. Mit dem neuartigen Riverbed-Verfahren kann der SSL-Datenverkehr entschlüsselt, optimiert und anschließend wieder verschlüsselt werden, bevor er im WAN übertragen wird. Wenn der Datenverkehr die gegenüberliegende Seite im Netzwerk erreicht, wird dieser Vorgang wiederholt: Entschlüsselung, Dekodierung (die zweite Seite des Riverbed-Optimierungsalgorithmus) und anschließend erneute Verschlüsselung für die Weiterleitung zum Client. Die Optimierungsprozesse erfolgen also bi-direktional und gewährleisten somit, dass der gesamte Datenverkehr verschlüsselt ist – End-to-End vom Client zum Server, von oder zu Niederlassungen.
Für einige andere Lösungen für symmetrische Anwendungsbeschleunigung wird angegeben, dass verschlüsselter Datenverkehr beschleunigt wird. Bei diesen Produkten ist jedoch eine Verteilung von Zertifikaten oder privaten Schlüsseln an die Niederlassung erforderlich, was wiederum erhebliche Sicherheitsrisiken impliziert und daher von vielen IT-Architekten abgelehnt wird.
MX-TCP: Höhere Performance für "Long Fat Networks" mit hoher Bandbreite
Riverbed bietet nun auch MX-TCP, um die verfügbare Bandbreite für Verbindungen mit hoher Bandbreite zu maximieren. Für Kunden, die auch bei überlastetem Netzwerk oder bei Verbindungen mit Paketverlusten eine maximale Performance erwarten, stellt MX-TCP die ideale Lösung dar. MX-TCP ist optional verfügbar. Sobald es aktiviert wird, werden 100 % der vorhandenen Bandbreite vollständig ausgelastet. Die Zeit, die für die Übertragung benötigt wird, kann dadurch dramatisch reduziert werden. Die jeweils verfügbare Bandbreite kann vom Administrator konfiguriert werden, d. h. es kann die vollständige Bandbreite oder ein Teil der Verbindung genutzt werden. MX-TCP ist für alle Steelhead Appliance-Modelle verfügbar.
Riverbed unterstützt optional bei größeren Steelhead Appliances seit langer Zeit ein wichtiges Feature für WAN-Verbindungen mit hoher Bandbreite: das sogenannte High-Speed-TCP (HS-TCP). Es gibt jedoch einige Situationen, in denen auch HS-TCP nicht ausreichend ist. HS-TCP ist ein Feature, mit dem eine effizientere Kommunikation möglich ist, wenn aufgrund einer hohen Latenz nicht die vollständige Bandbreite verwendet werden kann. Die HS-TCP-Lösung ist für die meisten Verbindungen mit hoher Bandbreite und hoher Latenz (auch als Long Fat Networks bekannt) ein äußerst effizientes Verfahren. Im Fall von Überlastung oder verloren gegangenen Paketen erfolgt jedoch bei HS-TCP eine Zurücksetzung.
In RiOS 4.0 sind zusätzliche Möglichkeiten der HTTP-Beschleunigung verfügbar: RiOS enthält nun auch einen speziellen Lernalgorithmus, mit dem die angeforderten Objekte auf den einzelnen Seiten „gemerkt“ werden und so ein vorheriges Abrufen der Objekte ermöglicht wird – dies bedeutet also eine unmittelbare Beschleunigung aller Objekte. Derartige Optimierungen funktionieren für alle HTTP- und HTTPS-Anwendungen, einschließlich CRM, ERP, Finanzinformationen, Dokumentenverwaltung, Intranetportalen usw.
Dank der Kombination der neuen Funktionen zum Beschleunigen von SSL-verschlüsseltem Datenverkehr und der leistungsstarken Erweiterung des HTTP-Application-Streamlining kann nun mit RiOS 4.0 auch HTTPS-Datenverkehr beschleunigt werden. Unternehmen, die SSL-Verschlüsselung für webbasierte Anwendungen nutzen, können nun nicht nur auf die leistungsfähigen Beschleunigungsfunktionen für HTTP vertrauen, sondern diese Funktionen auch für HTTPS nutzen.
Nur autorisierte Steelhead Appliances können eine Verbindung zur CMC herstellen, um die gewünschte Konfiguration herunterzuladen. Damit ist eine erhöhte Sicherheit der Riverbed-Bereitstellungen gewährleistet.
Erweiterte automatische Erkennung
Dank der patentierten Auto-Discovery-Funktion von Riverbed verfügen Steelhead Appliances nun über die Möglichkeit der automatischen Erkennung (auch „Auto-Peer“ genannt). Dies gilt auch für Multihop-Umgebungen. Dabei werden zwischengeschaltete Steelhead Appliances automatisch ausgelassen. Die Verbesserungen bei der automatischen Erkennung vereinfachen zudem die Konfiguration und tragen zu einer verbesserten Skalierbarkeit der Bereitstellungen bei.
Erweiterter Failover – Active-Active
Es ist nun für serielle In-Path-Geräte jederzeit die vollständige Synchronisierung der Datenspeicher möglich. Damit sind Failover-Vorgänge ohne Performance-Verluste und Overflow-Kapazitäten sichergestellt.
RiOS verfügt über eine unkomplizierte Benutzeroberfläche, über die Server-SSL-Zertifikate und Steelhead-SSL-Zertifikate verwaltet werden können.
Mit RiOS können Administratoren auf einfache Weise die maximal verfügbare Bandbreite für MX-TCP konfigurieren.
RiOS baut auf QoS Version 3.0 auf und ermöglicht neue Funktionen zur Anpassung, eine einfachere Verwaltungsschnittstelle und eine optimierte QoS-Berichterstattung.